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2. Okt. 2026
Was PISA über Neugier, Durchhaltevermögen und Lernen zeigt

Was machen Kinder, wenn etwas nicht sofort klappt?
Genau diese Frage steckt überraschend deutlich in den Ergebnissen der aktuellen PISA-Studie. Neben Leistungen in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften untersucht die OECD auch, wie Jugendliche lernen, wie neugierig sie sind und wie sie mit Herausforderungen umgehen.
Für uns bei The Little Gym Köln ist gerade dieser Teil spannend. Denn Lernen durch Bewegung beginnt lange vor Hausaufgaben und Schulbüchern. Ausprobieren, planen, aufmerksam bleiben, Probleme lösen und nach einem misslungenen Versuch noch einmal anfangen – all das erleben Kinder auch beim Turnen.
77 Prozent der befragten 15-Jährigen in Deutschland geben an, auf viele verschiedene Dinge neugierig zu sein. 64 Prozent sagen, dass sie sich besonders anstrengen, wenn eine Aufgabe schwierig wird. Gleichzeitig ist dieser Anteil seit der vorherigen PISA-Erhebung um 7,9 Prozentpunkte gesunken.[1]
Auch das sogenannte Growth Mindset spielt eine Rolle: 76 Prozent der Jugendlichen in Deutschland glauben, dass sich Fähigkeiten durch Arbeit, Anstrengung und Feedback weiterentwickeln können. Beim selbstständigen Lernen zeigt sich dagegen Luft nach oben. Nur rund ein Drittel gibt an, häufig oder sehr häufig zu planen, wie es beim Lernen vorgehen möchte.[1]
PISA untersucht 15-Jährige. Die Ergebnisse sagen also nicht voraus, wie ein Kindergartenkind später lernen wird. Sie lenken den Blick aber auf eine wichtige Frage: Wann und wo entwickeln Kinder eigentlich Neugier, Selbstständigkeit und die Fähigkeit, dranzubleiben?
In der öffentlichen Diskussion über PISA geht es häufig um Schulen, Lehrpläne und Unterricht. Ein wichtiger Begriff kommt dabei auch immer häufiger vor: Frühkindliche Bildung.
Denn Lernen beginnt nicht mit dem ersten Schultag. Bereits kleine Kinder entdecken Mengen, Farben, Formen, Sprache, Rhythmus und Zusammenhänge. Sie lernen zuzuhören, sich etwas zu merken, Regeln zu verstehen, Lösungen auszuprobieren und mit anderen Kindern gemeinsam Aufgaben zu bewältigen.
Genau hier setzt unser Konzept bei The Little Gym an.
Schon in unseren Eltern-Kind-Kursen für Kinder unter drei Jahren verbinden wir Bewegung spielerisch mit ersten Lernkonzepten wie Farben, Mengen, Sprache und Rhythmus. Bei Kindergarten- und Vorschulkindern werden Geschichten, Wörter, Buchstaben und Zahlen zunehmend Teil der Kursinhalte.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, Schule vorzuverlegen. Es geht darum, Kinder auf Lernen vorzubereiten – neugierig zu bleiben, zuzuhören, Aufgaben zu verstehen, selbstständig Lösungen zu finden und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Ein Kind bei The Little Gym steht vor einem neuen Bewegungsparcours. Es hört zu, schaut sich die Aufgabe an und merkt sich mehrere Stationen.
Beim Balancieren, Klettern oder Springen muss es seinen Körper kontrollieren, aufmerksam bleiben und Entscheidungen treffen. Klappt etwas nicht sofort, wird neu angesetzt. Vielleicht braucht es einen anderen Fuß, etwas mehr Schwung oder zunächst die Hilfe eines Kursleiters.
Eine Bewegungsaufgabe fordert damit nicht nur den Körper. Sie kann gleichzeitig Konzentration, Arbeitsgedächtnis, Selbstregulation und Problemlösen ansprechen.
In der Forschung werden einige dieser Fähigkeiten unter dem Begriff exekutive Funktionen zusammengefasst. Dazu gehören Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und kognitive Flexibilität. Forschungsübersichten zeigen, dass körperliche Aktivität diese Fähigkeiten unterstützen kann – insbesondere dann, wenn Bewegung gleichzeitig Aufmerksamkeit, Entscheidungen und die Reaktion auf wechselnde Situationen erfordert.[2][3]
Daraus lässt sich natürlich nicht ableiten, dass ein Turnkurs automatisch zu besseren Schulnoten führt. Lernen und kindliche Entwicklung sind wesentlich komplexer.
Bei The Little Gym Köln erleben Kinder regelmäßig Situationen, in denen etwas nicht beim ersten Versuch funktioniert.
Sie beobachten, probieren eine andere Lösung oder nehmen Hilfe an. Manchmal gehört auch eine Pause oder eine leichtere Variante dazu.
Wertvoll ist die Erfahrung: Etwas noch nicht zu können bedeutet nicht, dass es dabei bleiben muss.
Genau deshalb ist der PISA-Blick auf Durchhaltevermögen und Growth Mindset für uns so interessant. Nicht weil PISA zeigt, dass Turnen diese Eigenschaften verursacht. Sondern weil Kinder beim Bewegen ganz konkret erleben können, was ausprobieren, anpassen und erneut versuchen bedeutet.
The Little Gym Köln wird auf den ersten Blick häufig als Kinderturn-Angebot wahrgenommen. Bewegung ist tatsächlich das Herzstück unserer Kurse – aber unser pädagogisches Konzept geht darüber hinaus.
Wir verstehen Bewegung als einen Weg, über den Kinder körperlich, kognitiv und sozial lernen können. Sie bewegen sich, hören zu, kommunizieren, erinnern sich, lösen Aufgaben, erleben Erfolge und lernen, mit kleinen Rückschlägen umzugehen.
Damit beginnt auch School Readiness für uns nicht erst im letzten Jahr vor der Einschulung. Die Grundlagen entstehen viel früher.
Unser Ziel ist nicht, aus Vierjährigen Schulkinder zu machen. Unser Ziel ist, Kindern Fähigkeiten und Erfahrungen mitzugeben, die ihnen den späteren Einstieg ins schulische Lernen erleichtern können.
Denn Lernen findet nicht nur am Schreibtisch statt.
Manchmal steht ein Kind auf einem Balken, schaut auf die nächste Aufgabe und denkt:
Ich probiere es noch einmal.
2. Liu et al., Frontiers in Psychology, 2026
3. Mao et al., Frontiers in Psychology, 2024
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